Hallo Florida Eis Umweltfreund,

ich möchte darauf hinweisen, dass wir für den Umweltschutz in Zusammenhang mit Kunststoffen sehr aktiv an einem Konzept arbeiten, jedoch noch keine zufriedenstellenden Ergebnisse zu verzeichnen haben.

Verpackungen für Lebensmittel dürfen nicht mit Schadstoffen belastet werden. Somit dürfen nur Papier und Pappe aus der direkten Herstellung verwendet werden. Dies bedeutet eine Mehrbelastung der Umwelt durch Verlust von Bäumen.

Andererseits muss ich drauf hinweisen, dass der klassische Kunststoffbecher - hier gibt es unterschiedliche Materialien - doch auch Vorteile hat.

Lebensmittel müssen verpackt werden. Ansonsten ist die Struktur, die wir im Lebensmittelhandel haben, so nicht aufrecht zu erhalten. Massenartikel für Konsumenten mit einem kleineren Budget sind auf diese angewiesen.

Es muss auch erwähnt werden, dass die Umweltbelastungen im Bereich von Papierfabriken hoch sind. Ich möchte hier auf ein Urlaubserlebnis in Kanada hinweisen: Die dortige Cellulose-/Papierfabrik hat den angrenzenden Fluss so stark belastet, dass dort keine Fische mehr sind.

Es steht fest, dass wir Lebensmittel verpacken müssen, doch den Weg in die 100-prozentige Ökologie kann ich Ihnen nicht aufzeigen. Ich bin der Meinung, dass hier ganz allein der Mensch verantwortlich für die Umweltbelastungen ist und nicht der Kunststoff. Der Kunststoff ist nicht alleine in die Meere und die Natur gelangt , sondern wurde von uns dort hingebracht und richtet nun den Schaden an.

Je nach Art der Kunststoffe ist hier eine entsprechende Recycling-Struktur aufzubauen, die auch ggf. über eine Steuer bezahlt werden muss. Im gleichen Zuge ist aber auch eine Bestrafung für das Missachten dringend notwendiger gesetzlicher Vorgaben umzusetzen.

Auch müssen wir daran denken, dass die Verpackung so sicher gemacht werden muss, dass bewusste Verunreinigungen durch Dritte maximal verhindert werden sollten.

Wenn dann noch von den großen Lebensmittelketten gefordert wird, eine durchsichtige Verpackung zu verwenden, sodass der Verbraucher erkennt, was er kauft , dann ist das mit Sicherheit langfristig gesehen der falsche Weg. Wir selber haben ein Forschungsprojekt gestartet, um von den Kunststoffbechern auf alternative zu wechseln, hin zu einem ökologischen Becher ggf. zu wiederverwendbaren Kunststoffbecher, ohne dass dabei Bäume sterben müssen. Denn Papier und Pappe wird aus Holz hergestellt.

Als bedauerlich muss angemerkt werden, das immer noch mehr Wälder abgeholzt werden als nachwachsen, wenn dies nicht gestoppt wird, erhalten wir katastrophale Bedingungen mittel,- bis langfristig.

Vielleicht wissen Sie, dass wir u.a. zwei Eiscafés betreiben und hier natürlich auch Eis in Eiswaffeln und in Bechern verkaufen - nur eine kurze Anmerkung: Die Eiswaffel braucht neunmal so viel Energie zur Herstellung, wie der Kunststoffbecher, den wir ebenfalls demnächst gegen einen ökologischen tauschen werden. Die Waffel ist belastender für die Umwelt als der jetzige Polystyrol-Becher. Dieser Kunststoff zerfällt zu molekularen Bestandteilen und ist Grundwasser-neutral.

Wir sind eine CO2-neutrale Produktion und gleichzeitig in mehreren Forschungsprojekten ua. über Elektromobilität involviert, getragen durch das Bundesumweltministerium - Feinstaubfilter für Pelletheizungen gehören genauso dazu wie eine Energierückgewinnung zusammen mit einer Solarthermieanlage und einer Adsorptionskälteanlage, und natürlich die Photovoltaikanlage nicht zu vergessen. Auch sind wir Baum-Pate und unterstützen die Bienenzucht und entwickeln gerade die neueste Technologie für Tiefkühlfahrzeuge.

Sie sehen an meinen Ausführungen, dass es sehr komplex ist, sich mit der Umwelt auseinander zu setzen.

Eine sinnvolle Lösung wäre ein Pfand auf alle Kunststoffartikel und das weltweit, sodass ein Recycling zu annähernd 100 % gewährleistet wäre. Dies würde mit Sicherheit eine Entlastung der Meere bedeuten.

Leisten auch Sie einen Beitrag, egal ob Sie für die ökologische Verpackung sind oder für eine recycelbare Kunststoff/alternative Verpackung sind , helfen Sie mit und klären Sie auf.

Florida Eis leistet seinen Beitrag und möchte ein Vorbild sein, somit engagieren wir uns aktiv im Klimaschutz.

Ihr Olaf Höhn