Wie könnte Klimaschutz aussehen?

oder

Was können wir gemeinsam tun?

Wenn ich heute zurückblicke auf das Jahr 2013, wo ich begann, mich aktiv für den Klimaschutz engagieren, hatte ich keinerlei Vorstellungen, was auf mich zukommt und welche Möglichkeiten ich kennenlernen würde, um daraus eine CO2-neutrale und später eine CO2-freie Eisproduktion auf die Beine zu stellen.

Als mittelständischer Unternehmer unterliege ich vielen Zwängen, denn der Alltag ist doch sehr oft so rau, dass die Ideale, die man gerne hätte, in den ersten Schritten nicht umsetzbar sind.

Auch muss man lernen, die echten Vorteile zu erkennen und die Dinge, die uns bedrücken, nicht zu übersehen.

Auch die Entscheidung, bei Wachstum handwerklich zu produzieren, war nicht ganz einfach, doch das Ergebnis war eindeutig – handwerkliche Qualität-- Eis ohne Luftaufschlag-- erlesene Zutaten unterscheiden sich gravierend von Industrieprodukten, diese und weitere Alleinstellungsmerkmale sind unser Erfolg, denn der Konsument hat gelernt zu vergleichen und ist kritischer geworden, somit produzieren wir ein Konditoren Eis entwickelt und überwacht von Simone Gürgen.

Es ist relativ einfach gewesen, mit den großen Dingen zu starten wie mit der Photovoltaik-Technik, Solarthermie und einer Kombination aus allem mit einer energetischen Unterstützung der Adsorptionskälteanlage.

Der Kunststoffbecher war für uns die Lösung, denn, wenn handwerklich gearbeitet wird, müssen wir auf Verpackungen zurückgreifen, die gut zu händeln sind und die auch für den Verbraucher praktisch sind. Auch das Energetische eines Kunststoffbechers ist nicht schlecht, doch wir finden diesen Becher wieder in unseren Meeren und dies allein ist der Grund, warum wir jetzt mit dem ersten Naturpapier-Becher auf den Markt kommen. Die ersten Sorten sind ausgeliefert und die weiteren werden folgen. Was ist Naturpapier? Aus pflanzlichen Bestandteilen verstärkt mit Holzelementen und der Zugabe von Stärke ist es uns gelungen nach 2-jähriger Entwicklungszeit, dem Konsumenten einen Becher anzubieten, der kompostierbar ist. Er hat ein anderes Erscheinungsbild als das, was Sie bisher kannten, doch er zeigt auch klar, welchen Weg wir gehen müssen, um einen Beitrag zu leisten.

Somit wird es doch noch einige Zeit dauern, bis wir den letzten Kunststoff aus unserem Hause verbannt haben. Man sollte aber nicht so naiv sein und sagen, das sei die Rettung, die wir vielleicht bräuchten, denn auch in diesem Bereich werden sich weitere Firmen engagieren und werden auch diese Produkte als Verpackung verwenden. Nun stellt sich die Frage: Entwickelt sich da wieder eine Monokultur, um aus Pflanzen und Pflanzenresten Verpackungen herzustellen? Macht es somit Sinn, parallel den Kunststoff im Auge zu behalten und dafür zu sorgen, dass es ein funktionierendes Pfandsystem gibt, so dass keiner mehr auf die Idee kommt, Kunststoffe wegzuwerfen, sondern ganz im Gegenteil, damit Geld zu verdienen?

Ich kann Ihnen nicht sagen, welches der richtige Weg ist, doch werde ich weiter daran arbeiten und habe bereits die nächsten Schritte eingeleitet. Unsere LKW-Flotte wird nach und nach auf Elektromobiliät umgestellt und somit werden wir hier einen sehr großen Beitrag leisten, um die Berliner Luft in der Innenstadt zu verbessern. Ich habe einen E-LKW mit Tiefkühlung entwickelt und den gibt es nur einmal auf der Welt – nein, nicht richtig, es gibt mittlerweile 6 Stück, die für uns die Ware ausfahren.

Auch in unseren Eiscafés sind wir den konsequenten Schritt gegangen und versuchen hier, den Kunststoff zu verdrängen und die eigene Kette in unserem Hause zu verbessern. Wir backen unsere Waffeln selber und haben natürlich auch den kompostierbaren Eisbecher für den Außer-Haus-Verkauf. Auch die Mandeln werden geröstet und somit werden die Lieferketten viel kleiner. Wieder ein Schritt in die klimaneutrale Richtung.

Unsere beiden Eiscafés in Spandau, Florida Eis green Café – The Ocean und The Forest haben ihre eigene Charakteristik, doch eines haben sie gemeinsam: Hier wird viel angeboten, das einen entsprechenden grünen Fußabdruck hinterlässt. Die Technik ist energieeffizient und die Beleuchtung selbstverständlich LED, doch wichtiger ist, dass unser Eis CO2-neutral hergestellt ist und unsere Kunden dies mit vielen Besuchen honorieren.

Im Spielzimmer für die Kleinen ist alles aus Holz, von Künstlerhand gefertigt, ohne dass es behandelt wurde. Die Wandfarben sind ökologisch.

Auch unsere Köche aus der Frühstücksküche wissen, was man heute serviert. Gesund und lecker soll es sein. Und vegan sowieso.

Wir liefern unser Eis auch deutschlandweit und das mit Hilfe des DPD, der CO2-neutral ausliefert und sich auch in diesem Punkt engagiert.

Unsere Styropor-Packung mag noch nicht die Lösung sein, doch ist es gut zu wissen, dass dieses Material zu 100% recycle-fähig ist und aus 98% Luft besteht. Somit eine ganz gute Umweltbilanz. Auch sollte man erwähnen, dass es zurzeit keine Alternativen gibt, die eine solche Temperaturstabilität haben. Auch ist unsere neue 8er-Box wiederverwendbar als Tragetasche für den Campingausflug oder die Fahrt ans Meer, um gekühlte Getränke mitzunehmen.

Unsere Smarte Truhe ist nun auch endlich fertig und somit ist es demnächst möglich, über unsere Website nachzuschauen, wo es Florida Eis gibt. Und nicht nur das, sondern auch, was in der Tiefkühltruhe noch angeboten wird. Dies ist ein einmaliger Schritt, mithilfe der RFID-Technik sehr effizient Ware zum Kunden zu bringen. Eine logistische Einsparung, die dem Kunden das bieten kann, was er möchte und den Schwerlastverkehr speziell im Tiefkühlbereich entlastet – eine Einsparung bis 27% an Energiekosten wurde errechnet. Dies bedeutet weniger CO2.

Wenn Sie dies alles addieren, werden Sie schnell feststellen, dass Florida Eis green eine Ausnahmestellung in Deutschland hat. Unsere Alleinstellungsmerkmale wie Handwerk, Qualität und Ökologie heben sich ab und geben Ihnen die Sicherheit, ein Eis zu genießen und gleichzeitig einen kleinen Beitrag für die Umwelt zu leisten. Sie haben sich für Florida Eis und somit richtig entschieden.

Ihr Olaf Höhn und Ihre Simone Gürgen
April 2021